Fernsehkunde 5: Das A-Team

Fernsehkunde Podcast - Folge 1 ALF

Hannibal liefert mit Zigarre im Mundwinkel geniale Einfälle („Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“), dem schlagkräftigen B.A. macht nichts Angst, außer das Fliegen („Ich steig in kein Flugzeug!“), Face fliegen die Herzen der geretteten Damen zu und Murdock bleibt als „Verrückter vom Dienst“ stets unberechenbar. So kennen wir das „A-Team“, heute absoluter Fernsehkult der 80er-Jahre.

Was das „A-Team“ mit Elvis Presley und Boy George zu tun hat

In ihrem Podcast „Fernsehkunde“ arbeiten die TV-Experten Bastian Stegers, Daniel Lantelme und Marcus Steinmaßl die Geschichte von Kult-Fernsehserien auf unterhaltsame Weise auf. Der Clou: Für überraschende Fakten zur Serie werden Punkte verteilt. Die Podcast-Macher sind also entsprechend motiviert, die überraschendsten Fakten zu den Serien zu recherchieren. In der fünften Folge steht nun das „A-Team“ auf dem Lehrplan der „Fernsehkunde“. So erfahren die Zuhörer etwa, dass jenes Flugzeug, das Murdock im Pilotfilm zur Serie steuert, früher regelmäßig von Elvis Presley benutzt wurde. Oder dass Gastauftritte wie von Sänger Boy George in der vierten Staffel ein Mittel gegen allmählich sinkende Quoten waren. Daneben wird die Entstehungsgeschichte der Serie ausführlich erklärt.

In Deutschland landeten 72 Episoden zunächst im Giftschrank

In Deutschland ist die von 1983 bis 1987 produzierte Serie zuerst in der ARD zu sehen. Allerdings ist den Fernsehredakteuren die Serie zu gewalttätig. Dem US-Sender reicht die Tatsache, dass trotz endloser Gefechte mit schwer bewaffneten Bösewichtern in den 98 Folgen kurioserweise fast nie jemand ernsthaft zu Schaden kommt, um die Serie zur Familienunterhaltung zu erklären. Die ARD lässt dagegen nur 26 ausgewählte und teils gekürzte Folgen synchronisieren. Ab 1990 zeigt RTL schließlich alle Folgen, die Serie bleibt über Jahre hinweg ein fester Bestandteil des Programms.

Am Set galt das „A-Team“ zeitweise als zerstritten

Fälschlicherweise eines Militärverbrechens beschuldigt, hilft das „A-Team“ auf seiner ständigen Flucht Menschen in Not. Jede noch so brisante Lage lösen sie mit beispiellosem Teamwork. Am Set der Serie war der Zusammenhalt dagegen nicht immer so groß, wie die TV-Experten der „Fernsehkunde“ in ihrer neuen Episode berichten. Dirk Benedict, der Face spielt, musste demnach zeitweise am Set zwischen dem Schauspieler-Veteran George Peppard (in der Serie Hannibal) und dem populären Newcomer Mr. T (spielte B.A. Baracus) vermitteln.

Auch der Versuch, eine Frau in das A-Team zu integrieren, gelang nur zeitweise: Melinda Culea spielte kurzzeitig das weibliche „A-Team“-Mitglied Amy. Doch die Rolle der Journalistin wurde nach und nach reduziert. Später schimpfte Culea über die eingeschworene Männer-Mannschaft vor und hinter den Kulissen, die ihr und ihrer Rolle keinen Platz einräumen wollten.

Einfache Formel für den Erfolg

Die Episoden folgten lange einem immer gleichen Schema: Notbedürftige heuern das „A-Team“ an, das improvisiert sich eine Kampfausrüstung zusammen und bringt die bösen Jungs mit taktischer Überlegenheit zur Strecke. „Das strenge Durchziehen dieser Formel hat dafür gesorgt, dass die Serie großen Erfolg hatte. Sie war mit ihren Figurentypen schnell greifbar, sodass man direkt einsteigen und die Show genießen konnte“, glaubt „Fernsehkunde“-Experte Marcus. Als die Quoten allmählich sanken, änderte man die bewährte Formel. Plötzlich arbeitete das „A-Team“ auch im Regierungsauftrag. Das neue Konzept half überhaupt nicht, die Serie wurde schließlich eingestellt. Wiederholungen hatten aber noch viele Jahre auf der ganzen Welt Erfolg.

Der Podcast „Fernsehkunde“

Fernsehkunde ist der Podcast rund um Kult-Fernsehsendungen. Drei Experten wetteifern um die spannendsten Fakten zu den beliebtesten Serien aller Zeiten. Neue Episoden erscheinen stets bei Spotify, Amazon Music, Apple Podcasts, Audio Now und YouTube. Neben der Ausgabe zum „A-Team“ sind bisher Episoden zu „Baywatch – Die Rettungsschwimmer von Malibu“, „Eine schrecklich nette Familie“, „Familie Feuerstein“ und „ALF“ veröffentlicht worden.

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