Bond 26

Der nächste Bond-Film (Arbeitstitel „Bond 26“) wird von Denis Villeneuve inszeniert, das Drehbuch kommt von Steven Knight, produziert wird der Neustart von Amy Pascal und David Heyman für Amazon MGM Studios. Das Casting für den neuen Hauptdarsteller ist angelaufen, offiziell wurde bislang noch kein neuer 007 verkündet.


Der Bond 26 Newsticker

Daniel Craig kehrt als James Bond auf die Kinoleinwand zurück

16.09.2026

Der nächste Bond im Kino ist kurioserweise Daniel Craig. Während alle auf den neuen James Bond warten, steht zumindest schon einmal eine 007-Rückkehr ins Kino fest: Zum 20. Jubiläum seines Bond-Debüts kommt Daniel Craig in CASINO ROYALE ab 2. Oktober noch einmal auf die große Leinwand. Ob und in welchem Umfang die Wiederaufführungen in Deutschland präsent sind, ist bislang noch offen. Mehr dazu hier.

Gary Oldman sagt, die Entscheidung über den nächsten James Bond sei gefallen.


08.09.2026

Seit Monaten brodelt die Gerüchteküche: Wer wird der nächste James Bond? Namen wie Jack Barton, Callum Turner, Jacob Elordi, Harris Dickinson, Paul Mescal und Jack Lowden tauchten mal mehr, mal weniger prominent in der Berichterstattung auf. Um bei den feststehenden Fakten zu bleiben und nicht jedes Gerücht zu reproduzieren, sind wir nicht auf jeden Zug aufgesprungen.

Die jüngste Entwicklung ist jedoch bemerkenswert. Der britische Schauspieler Gary Oldman war in der Morning-Show des kanadischen Senders Global News zugeschaltet. Auf das Gerücht angesprochen, sein Serien-Kollege Jack Lowden sei im Rennen um den Bond-Posten, sagte Oldman zunächst, man werde bald erfahren, ob Lowden es geworden sei. Dann wurde er deutlich: „Sie haben die Auswahl bereits getroffen, sie haben es nur noch nicht bekannt gegeben. Ich drücke Jack die Daumen.“

Damit bestätigt Oldman zwar keineswegs Lowdens Besetzung. Er scheint sich aber sicher zu sein, dass im Produktionsteam Einigkeit herrscht und der Casting-Prozess abgeschlossen ist. Für die kanadische Nachrichtensendung ist die Anmerkung ein Glücksfall: Das Interview wird international aufgegriffen und verbreitet sich seit gestern wie ein Lauffeuer.

Oldman und Lowden stehen seit 2022 gemeinsam für die Serie „Slow Horses“ vom Streamingdienst Apple TV+ vor der Kamera. Die vielfach gelobte, erfolgreich etablierte Agentenserie erzählt von einem Team britischer Geheimdienstler, das nach beruflichen Fehltritten in eine ungeliebte Abteilung des MI5 abgeschoben wurde. Lowden spielt darin den ehrgeizigen Agenten River Cartwright und hat sich mit dieser Rolle bereits im Spionagegenre profiliert. Ob „Slow Horses“ für ihn tatsächlich zur Eintrittskarte in die Welt von 007 wird, dürfte sich nun bald zeigen.

Das Bond-Casting geht in die heiße Phase

25.06.2026

Nach Informationen des US-Branchenmagazin „Deadline“ geht das Casting für den neuen James Bond in die heiße Phase: Denis Villeneuve und die Produzenten Amy Pascal und David Heyman informieren aktuell jene Schauspieler, die zu Auditions eingeladen werden. Die Probeaufnahmen sollen im August, mit einer größeren Gruppe von Kandidaten, stattfinden.


Das Team für „Bond 26“

Der nächste James-Bond-Film trägt bislang den Arbeitstitel „Bond 26“ und markiert den ersten Teil der Reihe, der vollständig unter dem Dach von Amazon MGM Studios entsteht. Regie führt der Kanadier Denis Villeneuve, der mit Filmen wie „Blade Runner 2049“ und den „Dune“-Adaptionen als einer der prägenden Spielleiter des aktuellen Blockbuster-Kinos gilt. Das Drehbuch liefert Steven Knight, der erfahrener britische Autor ist unter anderem Schöpfer von „Peaky Blinders“. Produziert wird der Neustart von Amy Pascal (u.a. „Spider-Man”-Filme) und David Heyman (u.a. Harry-Potter-Reihe), die Amazon MGM Studios als neue Speerspitzen für die 007-Reihe vorgestellt haben. Wer in Villeneuves Film die Nachfolge von Daniel Craig als James Bond antritt, ist offiziell noch nicht bekannt. Das laufende Casting wird diskret gestaltet.

Neuer James Bond unter neuer Führung

Mit „No Time to Die“ endete nicht nur die Ära Daniel Craig, sondern auch die Ära, in der Barbara Broccoli und Michael G. Wilson (Produktionsfirma „EON Productions”) die Reihe behüteten. Die Übernahme von MGM durch Amazon führte dazu, dass Broccoli und Wilson sich von der Marke trennten und die operative Kontrolle an Amazon MGM Studios überging, wo nun Pascal und Heyman die strategische Neuausrichtung verantworten. Parallel dazu verabschiedete man sich von dem langjährigen Autoren-Duo Neal Purvis und Robert Wade, das seit 1999 an jedem Bond-Film beteiligt war, und setzte mit Steven Knight bewusst auf einen anderen erzählerischen Zugriff. Diese Verschiebung der Verantwortlichkeiten, weg von der traditionellen Familienproduktion hin zu Amazon, markiert den tiefsten Einschnitt hinter den Kulissen der Reihe seit der Gründung und bildet den Rahmen, in dem Villeneuve seinen ersten 007 formt.

Relevanzdruck für „007”

„Bond 26” muss weit mehr leisten als nur „ein weiterer guter Bond-Film“ zu sein: Der Neustart steht vor der Aufgabe, ein seit Jahrzehnten etabliertes Franchise in einer radikal fragmentierten Medienwelt relevant zu halten. Für eine Figur wie James Bond, geboren in Ian Flemings spätkolonialer Weltordnung mit klaren Hierarchien, imperialem Blick und einem männlichen Rollenbild der alten Schule, ist der kulturelle Relevanzdruck ernorm hoch: Wird diese Herkunft allglatt modernisiert, droht die Figur in der Flut austauschbarer Superagenten zu verschwinden. Wird sie nur nostalgisch konserviert, verliert sie den Anschluss an ein junges Publikum, das seine Filmhelden kritisch reflektiert.

Die Handlung von „Bond 26“

Das Handlung des nächsten Bonds steht vor einer ähnlichen Herausfoderung: Die klassische Agententätigkeit, die den Protagonisten in exotische Räume schickt, wird in der realen Welt zunehmend von unsichtbaren Cyberangriffen und digitalen Konfliktzonen verdrängt. Spionage, Sabotage und geopolitische Machtspiele haben sich ins Netz verlagert, doch reines Tastaturspionieren ergibt nur bedingt Spannungskino. Den Kniff, eine KI selbst zum Superschurken zu machen, wie es zuletzt etwa im „Mission: Impossible“-Franchise durchexerziert wurde, kann man ohna Abnutzungseffekte nicht beliebig oft wiederholen. Für „Bond 26“ heißt das: Der Film muss einen Weg finden, die sehr abstrakten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts so zu konkretisieren, dass sie sowohl als gegenwärtig plausibel als auch als körperlich erfahrbare Abenteuer erzählbar bleiben. Das Konzept muss aufzeigen, warum James Bond noch eine Rolle in unserer Gegenwart hat.

Die Millardenwette auf „007”

Zu guter Letzt: Amazon hat zuerst mit dem Kauf von MGM für rund 8,45 Milliarden Dollar tief in die Tasche gegriffen, dann erneut mit einem separaten Deal, der die kreative Kontrolle von Broccoli und Wilson zu Amazon MGM Studios verschoben hat. Hinzu kommen nun noch die exorbitanten Produktions- und Marketingkosten von „Bond 26“. Entsprechend hoch ist der Erfolgsdruck. Immerhin um mangelnde Aufmerksamkeit muss sich das Studio zunächst keine Sorgen machen: Der längste Leerlauf der Produktionsgeschichte sorgt aktuell dafür, dass jede noch so kleine Wasserstandsmeldung ein mediales Echo auslöst.